Neue 3d-HD-Kamera von Sharp

Der japanische Elektronikkonzern Sharp bringt eine kleine aber durchaus leistungsfähige 3d-Kamera heraus, die Videos mit einer Auflösung von 720p aufnehmen kann und aufgrund ihrer Größe zukünftig wohl vorwiegend in mobilen Endgeräten, wie Handys und Smartphones eingesetzt werden wird.

Apitek I2Wie der Konzern bereits bekannt gab, sollen bereits im Juli erste Mustermodule ausgeliefert werden und auch die Massenproduktion solle bereits in diesem Jahr anlaufen. Wenn Sharp seine Vorgaben einhält, könnten schon sehr bald viele Produkte mit dieser neuen 3d-Kamera ausgestattet werden. Schon jetzt ist die Gerüchteküche am Brodeln. So heißt es etwa, dass auch der neue Handheld von Nintendo, die Nintendo 3ds, neben seinem 3d Display, das ohne 3d Brille auskommt nun auch die neue 3d-Kamera von Sharp enthalten könnte.

Von der Technologie her, arbeitet das Kameramodul von Sharp nach dem bewährten Verfahren mit zwei versetzten Objektiven (siehe hierzu Technik der 3d-Kamera). Das Besondere ist eigentlich nur die Größe des Moduls und seine Fähigkeit zu Aufnahme in High Definition (720p für jedes Objektiv). Damit wagt Sharp als erstes Unternehmen mit einem leistungsfähigen 3d-Kameramodul den Vorstoß in den Sektor der mobilen Endgeräte. Sollte es sich hier durchsetzten, dürfte das auch die Akzeptanz der 3d-Technologie allgemein fördern.

Fujifilm liefert Firmware 2.0

Dank eines Firmwareupdates unterstützt die 3d-Kamera Finepix Real 3d-W1 von Fujifilm jetzt zusätzlich das 16:9 Seitenverhältnis. Zeitgleich bringt das Unternehmen ein Update für seine 3d-Bilderrahmen heraus, der den Datenaustausch vereinfachen soll.

Apitek I2Bisher unterstütze die Kamera nur die in der Fotografie üblichen Seitenverhältnisse von 4:3 und 3:2. Für eine 3d-Kamera sind diese Seitenverhältnisse aber recht unbefriedigend. Schließich lassen sich die 3d-Aufnahmen gerade am Computerbildschirm in der höchsten Pracht bewundern und die werden kaum noch im Seitenhältnis von 4:3 ausgeliefert. Mit dem Update reagiert Fujifilm auf das Problem und deckt mit dem neuen Seitenverhältnis von 16:9 die meisten modernen Computerbildschirme ab.

Auch für seinen 3d-Bilderrahmen, den Finepix Real 3d-V1 bringt der Hersteller eine neue Firmware heraus. Diese soll den Datenaustausch des Bilderrahmens mit Speicherkarten und der Kamera vereinfachen. So kann der Benutzer jetzt die Fotos von dem externen Speichermedium auf den internen Speicher des Bilderrahmen übertragen. Und wenn eine Digitalkamera angeschlossen wird, werden alle Fotos automatisch auf den internen Speicher des Bilderrahmen kopiert.

Aiptek stetzt auf Low-Budget

Aiptek versucht sich mit seiner neuen I2 genannten 3d-Kamera auf dem Niedrigpreissektor.

Apitek I2Auf der CeBIT stellte Aiptek seine neue 3d-Kamera vor. Überzeugend ist vor allem der Preis des I2 getauften Camcorders, der soll nämlich nach Angaben des Herstellers bei 200 Euro liegen. Allerdings liegt die Auflösung der 3d-Bilder nur bei 640 x 720 Pixel, auch wenn der Hersteller mit 720p wirbt. Das liegt letztlich daran, dass die Kamera das sogenannte Side-by-Side-Verfahren verwendet, welches das 3d-Bild aus zwei Teilbilder mit einer Auflösung von 640 x 720 Pixel zusammensetzt. Da es sich bei den beiden Teilbildern aber um letztlich nahezu identische Bilder handelt, die lediglich aus einer um ca. 6,4 cm verschobenen Perspektive aufgenommen werden (siehe hierzu auch 3d-kameratechnik), erhöht sich die Auflösung nicht nenneswert.

Und auch das Design der Kamera kommt bei weitem nicht an seinen Konkurrenten von Fujifilm, der 3D-W1 3d-Kamera heran. Dafür kostet sie aber auch ca. 250 Euro weniger als das Konkurrenzprodukt und dürfte daher gerade für Einsteiger in der 3d-Fotografie interessant sein. Vor allem auch dann, wenn man erst kürzlich eine teuere 2d-Digitalkamera erworben hat.

Dazu bietet Aiptek ähnlich wie Fujifilm einen 3d-Bilderrahmen mit Lentikulartechnik, der den Tiefeneffekt der 3d-Fotos ebenfalls ohne Hilfsmittel darzustellen vermag. Zukünftig soll es auch eine 3d-Webcam geben, so der Hersteller. Wir sind gespannt.

3d Kameras auf dem Vormarsch!

Durch die rasante Entwicklung der 3d-Technologie, gerade auch im Home-Entertainment Bereich, wird die 3d-Kamera für den Privathaushalt immer attraktiver.

Die Zeit der bisher üblichen 2d-Kameras neigt sich langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Befeuert durch die teilweise phänomenalen Erfolge verschiedener Filmproduktionen in 3d-Technik, ins besonders  des Publikumrenners Avatar gewinnt diese Art der filmischen Darstellung rasant an Boden. Die Industrie hat bereits auf diese Entwicklung reagiert und stellte nicht zuletzt auf der  CeBIT 2010 zahlreiche Produkte für den Privatgebrauch in dieser neuen Technik vor. So fanden sich hier viele neu entwickelte Displays und Fernseher mit denen sich zukünftige 3d-Informationen wiedergeben lassen.

Auch wenn es schon heute mit der Fujifilm FINEPIX REAL 3D-W1 3d-Kamera und dem Nvidia GeForce 3D Vision Kit möglich ist, 3d-Inhalte nahezu in der selben Pracht wie im 3d-Kino jeder größeren Stadt wiederzugeben, schaffen diese Produkte doch eine wichtige Vorraussetzung, um die 3d-Technologie für daheim in Zukunft wirklich massentauglich zu machen. So bildet es doch einen anderen Hintergrund für den Kauf einer entsprechenden 3d-Kamera, wenn wir davon ausgehen dürfen, dass innerhalb dieses Jahres bereits die ersten 3d-Fernseher auf den Markt kommen und pünktlich zur Fußball WM dann auch die ersten 3d-Ausstrahlungen im Fernsehen erfolgen.